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BERLIN: HAUPTSTADT DER WILDSCHWEINE
Experten schätzen, dass in Berlin ungefähr 3.000 bis 5.000 Wildschweine leben. Nicht allen Einwohnern der Stadt gefällt das. Sie ärgern sich über die Tiere, die viele Probleme mit sich bringen. Doch obwohl die Berliner immer öfter Wildschweinen in ihrem Garten oder auf der Straße begegnen, wissen die meisten noch zu wenig über ihre Gäste aus dem Wald.
Warum kommen Wildschweine in die Stadt? „Das ist ganz einfach“, erklärt Theo Bong vom Naturverein Berlin. „In und um Berlin gibt es viele Wälder. Viele Wildschweine verlassen ihren Wald, weil sie dort nicht genug Nahrung finden. In den Gärten der Stadt gibt es aber genug zum Fressen. Dort ist die Suche nach Futter für die Wildschweine bequem. Und Wildschweine fressen ja fast alles: Obst, Gemüse, Gartenabfälle, Brot, kleine Tiere ...“ Außerdem sind die Tiere in der Stadt relativ sicher. Sie können sich in den großen Parks gut verstecken. Die einzige Gefahr für sie ist der Straßenverkehr. Aber die Schweine kommen meistens nachts, wenn auf den Straßen und in den Gärten Ruhe ist. Deshalb haben Autofahrer, die nachts in und um Berlin unterwegs sind, immer wieder gefährliche Unfälle mit den Tieren. Die Angst vor einer solchen Begegnung mit einem Wildschwein ist groß: Die Männchen können bis zu einem Meter hoch werden und 100 bis 150 Kilogramm wiegen. Die großen Schweine machen aber auch in den privaten Gärten sowie in den öffentlichen Parks und auf Spielplätzen viel kaputt. Und viele Menschen haben auch Angst davor, beim Spaziergang oder beim Joggen auf ein so großes und schweres Tier zu treffen. Vor allem, wenn die Schweine Nachwuchs haben, können sie für den Menschen gefährlich sein. Die Bache (so nennt man das Weibchen) verteidigt dann ihre Jungen.
Und warum sind plötzlich so viele Wildschweine in der Stadt? „Die Winter waren in den letzten Jahren nicht sehr kalt. So sind nur wenige der Jungtiere gestorben“, weiß Theo Bong. Er rät, die Tiere auf keinen Fall zu füttern. „Wer im Park grillt, sollte immer den Abfall mitnehmen und keine Essensreste für die Tiere dort lassen.“