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RETTET EUCH!
Wie stark werden die Stürme diesmal sein? Wen werden sie treffen? Solche Fragen gehen Baltz Tribulano durch den Kopf, wenn er auf das Meer blickt. Der Mann lebt auf den Philippinen, einem Land im Südosten Asiens. Es besteht aus mehr als 7000 einzelnen Inseln, die im Pazifischen Ozean liegen. Weiße Strände, türkisfarbenes Wasser – die Philippinen wirken wie ein kleines Paradies. Doch sie sind bedroht: zwischen September und Dezember fegen Stürme, so genannte Taifune, über die Inseln hinweg und sorgen für heftigen Regen und unberechenbare Fluten. Immer wieder sterben Menschen.
Baltz Tribunalo ist Katastrophenhelfer und arbeitet auf den Philippinen für die Kinderhilfsorganisation „Plan International“. Er sagt: „Taifune hat es hier immer gegeben. Aber in den letzten Jahren sind sie viel heftiger geworden.“ Klimaforscher glauben, dass die Erderwärmung Stürme verstärkt, weil sich die Ozeane aufheizen und mehr Wasser verdunstet.
Auf den Philippinen ist vor allem der Regen ein Problem: Er weicht die Erde auf, die dann ins Rutschen gerät. Solche Schlammlawinen reißen die leichten Bambushütten, in denen viele Inselbewohner leben, einfach mit sich. Vor fünf Jahren gab es auf der Insel Leyte ein besonders schweres Unglück: Ein ganzes Dorf wurde unter einem Erdrutsch begraben, mehr als 1000 Menschen starben, darunter 245 Schüler einer Grundschule. „Die Folgen des Klimawandels sind hier schon überall spürbar“, sagt Baltz Tribunalo. „Und die Kinder sind am meisten davon betroffen.“
Die Menschen auf den Philippinen versuchen, ihre Inseln und sich selbst, so gut es geht, vor Naturkatastrophen zu schützen. In der Region Cebu, in der Baltz arbeitet, hat er zum Beispiel dafür gesorgt, dass alle Schulgebäude auf ihre Sicherheit überprüft werden. Wenn sie einer Überschwemmung nicht standhalten können oder an einem Ort stehen, der von Erdrutschen bedroht ist, müssen sie umgebaut oder notfalls sogar versetzt werden. An vielen Schulen werden Schwimm- und Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Und in den Regenzeiten messen die Schüller täglich, wie viel Niederschlag gefallen ist, um vorgewarnt zu sein, wenn sich ein Hochwasser ankündigt.
Auf den Philippinen gibt es kaum Autos, die Abgase ausstoßen, es stehen keine großen Fabriken herum, aus deren Schornsteinen es raucht, viele Familien haben nicht einmal Strom. Im Vergleich zu reichen Ländern wie Deutschland oder den USA verursachen die Philippinen nur sehr wenig gefährliche Treibhausgase. Macht es die 15-jährige Schülerin Tricia , dass sie und ihre Landsleute vom Klimawandel bedroht werden, obwohl sie an der Erderwärmung wenig Schuld tragen? „Nein“, sagt Tricia knapp, „die Philippiner fügen der Umwelt auch viel Schaden zu, wenn sie zum Beispiel ihren Müll einfach in die Landschaft schmeißen. Ich glaube, jeder sollte bei sich selbst anfangen.“
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